Schulzentrum Fallersleben, Wolfsburg

Objekt:
Erweiterung und Umbau Schulzentrum Fallersleben

Auftraggeber:
Stadt Wolfsburg

Begrenzt offener internationaler
Realisierungswettbewerb:
10/2010-03/2011
1.Preis

Bau- und Planungsdaten
Leistungsphasen 1-9
Planungsbeginn 05.2011
Baubeginn 01.2014
Fertigstellung  vorauss. 08.2018
Grundfläche (BGF) Neubau ca. 5.380qm
Rauminhalt (BRI) Neubau ca. 23.730cbm
Grundfläche (BGF) Bestand ca. 21.990qm

Fachplaner Wettbewerb
Tragwerksplaner:
Drewes & Speth, Hannover
Visualisierung:
roomservice3d, Berlin


Auszug aus dem Juryprotokoll:

Der Entwurfsgedanke der Arbeit besteht darin, das heterogene Ensemble der bestehenden, auf Rechteckgeometrien aufbauenden Schulbauten durch ein formal kontrastierendes System angelagerter Bauteile aus gebogenen Formen zu ergänzen. Diese Ergänzungen liegen oft an den Verbindungs-, Gelenk- und Schwachpunkten zwischen den bestehenden Bauteilen und erzeugen eine starke räumliche Verknüpfung der Anlage. Sie geben dem Bestand die räumlichen Typologien, die ihm fehlen: offene, helle, lebendig wirkende und sich den Nutzungen anbietende Raumformen.
Das strukturelle Konzept lebt von dem geometrischen Kontrast "gerade Linie "alt" - gekrümmte Linie "neu".
In den Geschossen der Altbauten werden Ergänzungen zu den Umbaumaßnahmen vorgeschlagen, die das Hermetische, Einengende ebenfalls aufbrechen und offenere Raumsysteme erzeugen, so dass auch hier die räumlichen Voraussetzungen für eine moderne Pädagogik geschaffen werden.
Das Potential für eine neue und vielleicht einzigartige Schullandschaft, das durch die gewissermaßen subversive Technik kontrastierender, strategisch platzierter Bauformen erzeugt wird, ihr hohes Potential für die innenräumliche Zusammenführung der unterschiedlichen Schulbereiche, wird vom Preisgericht höher bewertet als gestalterische Einzelfragen, etwa die zweifelhafte Qualität der äußeren Gesamterscheinung der Schule oder die unvermittelt aufeinander treffenden unterschiedlichen Baustile.