Hch. Perschmann, Braunschweig

Objekt:
Neubau Verwaltung der Firma Perschmann

Auftraggeber:
Hch. Perschmann GmbH

Mehrfachbeauftragung
11/2011
2.Preis


Bau- und Planungsdaten
Grundfläche (BGF) 4.550 qm

Landschaftsarchitekten:
greenbox Landschaftsarchitekten, Köln/Düsseldorf
Energiekonzept:
Institut für Gebäude- und Solartechnik,
TU Braunschweig
Tragwerk:
Drewes & Speth, Hannover
Visualisierung:
bloomimages, Hamburg

Text:

Das Firmengelände der Hch. Perschmann GmbH befindet sich im Stadtteil Wenden im Norden von Braunschweig und zeichnet sich durch die Lage am Stadtrand, weitläufigen Ackerflächen und dem angrenzenden Mittellandkanal aus.
Anknüpfend an diesen Kontext ergänzt der Entwurf die Gebäude der Logistik und des Casinos um drei weitere Baukörper, die sich frei in der Landschaft um eine neue grüne Mitte gruppieren. Die lockere Anordnung der fünf Baukörper lässt den Freiraum hindurchfließen und vermittelt dem Betrachter einen offenen und einladenden Eindruck.
Die Positionierung und Geometrie der Volumen öffnet perspektivisch den Blick zu den Freiräumen und bildet im Detail Situationen wie zum Beispiel einen Vorplatz aus. Zunächst dominiert bei der Annäherung der dreigeschossige Verwaltungsbau, dann öffnet sich der Raum und leitet auf den Eingangsbau und das Foyer hin.
Dieser Eingangs- und Konferenzbau fasst den Vorplatz und trennt ihn von der Anlieferung.

Architektur
Das geforderte Bauprogramm wird auf drei Baukörper aufgeteilt. Dies bietet den Vorteil sich bei der Platzierung der Volumen  nicht durch die Bauabschnitte einschränken zu müssen, da der Bestand an Arbeitsplätzen schon im ersten Teilbau Platz finden kann.  Geometrisch verjüngen sich die Bauköper zu ihren Enden hin und erhalten abgerundete Ecken, wodurch die Aussenräume aus allen Perspektiven öffnen und ein weicher Übergang in den Freiraum erzeugt wird.
Die drei neuen Baukörper werden durch zwei Gänge verbunden, die einen witterungsgeschützten Übergang ermöglichen und im Bereich des Vorplatzes eine Eingangssituation ausbilden.
Die Fassaden bestehen aus geschosshohen Elementen, die aus einem fest verglasten und einem opaken Öffnungsflügel bestehen. Die beiden Teilelemente sind zueinander gekippt und ergeben in der Reihung eine Schuppung. Geschossweise wird diese System gespiegelt und versetzt. Es ergibt sich so eine optische Eigenständigkeit und Bewegtheit der Geschossbänder, die aus jeder Betrachtungsperspektive unterschiedliche, lebendige Eindrücke des Gebäudes vermittelt.
Die Nutzungen werden in zwei Verwaltungsbauten und einen Eingangs- Konferenzbau aufgeteilt. Das Eingangsgebäude wird über das Foyer erschlossen.
Im Bereich des Empfangstresens ist der Raum zweigeschossig. Eine große Freitreppe führt in das obere Geschoss zu den Konferenz- und Schulungsräumen. Von hier führt ein Verbindungsgang zum benachbarten Verwaltungsbau.
Die Verwaltungsbauten sind auch jeweils über einen Treppenraum erschlossen an den ein Kernbereich mit Aufzug und WCs angegliedert ist. Von hier erreicht man die Bürogroßräume, die sich in einen Randbereich, welcher offen oder als Zellen ausgebildet werden kann und eine Kombi-Zone in der Mitte gliedern.
Im dritten Obergeschoss des westlichen Neubaus befindet sich die Geschäftsleitung. Eine großzügige Dachterrasse erlaubt einen repräsentativen Blick über das Firmengelände und die anschließenden Grünräume.