Max-Planck-Institut für Privatrecht, Hamburg

Objekt:
Erweiterung des bestehenden
Max-Planck-Instituts für internationales
und ausländisches Privatrecht, Hamburg

Bauherr:
Max-Planck-Gesellschaft
Generalverwaltung - Bauabteilung, München


Architekten:
ARGE Schlutz und Ostrop Dipl.Ing.Architekten

Entwurf und Ausführungsplanung:
Patrick Ostrop und Bert Bücking
in bof architekten

Bauleitung:
Hartmann Schlutz Dipl.Ing Architekt

Bau- und Planungsdaten:
Bauzeit 01/2005-12/2006
Grundfläche (BGF) 3.490 qm

Elektroplanung/Aufzug:
IB Gerhard Loy und Partner, Hamburg
Technische Gebäudeausrüstung:
IB Bernd Herkommer, Hamburg
Tragwerksplanung:
IB Dr. Binnewies, Hamburg
Baugrund:
Steinfeld und Partner, Hamburg
Aussenanlagen:
Landschaftsarchitektin Doris Köhnkow,
Wiedenzhausen
Vermessung:
wfw nord consult, Hamburg
Fotos:
Oliver Heissner, Hamburg
Hagen Stier, Hamburg

Erläuterungstext:
Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht liegt - seit seinem Umzug von Berlin nach Hamburg im Jahre 1956 - in zentraler Lage zwischen dem westlichen Ufer der Alster im Osten, der Universität im Westen und dem Messegelände mit dem davor liegenden Dammtor-Bahnhof im Süden.
Die Herausforderung bei der Planung der dritten Erweiterung an diesem Standort bestand vor allem darin, ca. 3.600qm Bruttogeschossfläche (davon ca. 2.000qm oberirdisch) auf dem bereits dicht bebauten Grundstück unterzubringen.
Der Neubau fügt sich fast selbstverständlich in den bereits bestehenden Kreis um den Innenhof ein, den bis dahin das aus den 50er Jahren stammende 3-geschossige Gebäude zum Mittelweg mit südlichem Flachbau und der "Turm" im Norden mit östlichem Flachbau aus den 70er Jahren gebildet hatten.
Der Abriss des südlichen Flachbaus und einer Gebäudeecke mit Treppenhaus des "Altbaus" schafften den erforderlichen Platz  für den 4-geschossigen Neubau welcher das Ensemble nach Süden hin arrondiert. Der kompakte, neue Baukörper greift in Teilen die Umrisse des bisherigen 1-geschossigen Bestandes auf. Die daraus resultierende - sich zum Mittelweg wie auch zum rückwärtigen Bereich verjüngende - Baumasse verleiht der Erweiterung ihre unverwechselbare spannungsreiche Figur. Durch einen Unterschnitt im Bereich des neuen Vorplatzes erhält der Baukörper zusätzlich eine gewisse Leichtigkeit.
Durch eine einheitliche Grundkonzeption und die verwandten Materialien verbinden sich die unterschiedlichen Gebäudeteile und bleiben trotzdem different und eigenständig.
Der Erweiterungsbau mit neuem Haupteingang, Foyer, Haupttreppenhaus, Bibliothek und Seminarraum setzt neue Akzente, erschließt den Bestand beidseitig, ohne diesen zu dominieren. Gleichzeitig wird das Ensemble des Instituts im architektonisch-städtebaulichen Raum durch den Neubau prägender dargestellt.