Dahlmannschule, Frankfurt

Objekt:
Neubau der Dahlmannschule, Frankfurt
Grundschule mit Zweifeldsporthalle & Schwimmhalle

Auftraggeber:
Stadt Frankfurt am Main

Beschränkter Realisierungswettbewerb:
12/2010-04/2011
Ankauf

Nachhaltigkeit:
Passivhausstandard

Bau- und Planungsdaten
Grundfläche (NF) ca. 4.480qm
Rauminhalt (BRI) ca. 42.190qbm

Fachplaner Wettbewerb
Landschaftsarchitekten:
greenbox Landschaftsarchitekten, Köln/Düsseldorf
Tragwerksplaner:
Drewes & Speth, Hannover
Haustechnik & Energiekonzept:
ebök, Tübingen
Visualisierung:
roomservice3d, Berlin

Auszug aus dem Juryprotokoll:
Der Verfasser entwickelt einen gegliederten und kompakten Baukörper, der städtebaulich angemessen auf den Ort reagiert. Zur Rhönstraße ist das Schulgebäude viergeschossig und in der Straßenflucht zurückgesetzt, ebenso zur Luxemburgerallee durch einen großzügigen vorgelagerten Schuleingangsbereich als Pausenhof. Die fußläufige Erschließung der Schule erfolgt überwiegend über den Vorbereich von der Luxemburgerallee, einer Spielstraße direkt zum Haupteingang.
Durch ein großzügiges Foyer erreicht der Benutzer die gemeinsamen Räume des Speisesaals und des Mehrzweckbereichs mit Bezug nach außen. Im Eingangsbereich sind beidseitig auch die Turn- und Schwimmhalle gut angeordnet.
Eine großzügige, räumlich ausgeprägte Treppe führt vom Foyer ins 1. OG. Dieses zweigeschossige Foyer bildet einen zentralen Mittelpunkt der Erschließung, der Orientierung und eines Treffpunktes der Verständigung.
Die gute soziale Kontrolle der Zugangsbereiche wird durch die direkte Lage des Hausmeisters am Eingang erreicht. Die geforderten Fach-, Schul- und Verwaltungsräume sind im 1. OG geschickt um das zweigeschossige Foyer und dem Atriumshof angegliedert. Der Ganztagesbereich ist räumlich getrennt und hat einen direkten Zugang von außen. Im 2. und 3. OG sind die weitern Schulräumlichkeiten überwiegend um einen Lichthof angelegt. Dem Verfasser geling es die vorgelagerten Funktionen in sinnvoller Weise zu organisieren. Die Raumfunktionen zueinander sind stimmig, die Erschließung des Baukörpers ist klar ablesbar. Klar strukturierte Grundzüge erlauben eine gute Orientierung und eine eindeutige jahrgangsbezogene Gruppierung im Gebäude.
Die Architektur unterstützt mit ihrer klaren Formgebung und Konstruktion sowie der frischen Farbgebung den Anspruch eines gebrauchstüchtigen und doch unverwechselbaren Hauses.
Die klare Struktur der gesamten Konstruktion begünstigt die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes in der Erstellung und im Betrieb. Dem Entwurf kann insgesamt eine ressourcenschonende und energiesparende Grundhaltung bescheinigt werden. Insgesamt handelt es sich um einen guten Beitrag, der die in der Auslobung geforderten Bedingungen angemessen erfüllt.
Die gute Fassadenorientierung bietet ausreichende natürliche Belichtung- und Belüftungsmöglichkeiten. Der Sonnenschutz und die Speichermassen sind berücksichtigt, es liegt ein detailliertes Wärmeschutz- und Energiekonzept vor. Aus energetischen Gesichtspunkten liegt die Arbeit im oberen Drittel.